© Oliver Tursic 2022
“Ein Maler des Expressiven Realismus”

LEBEN

Künstlerische Ausbildung

Von      1921      -      1925      besucht      Franz      Frank      die      Stuttgarter Kunstakademie.      Er      studiert      bei      den      Professoren      Arnold Waldschmidt     und     Robert     Breyer.     Viel     mehr     als     durch     die Professoren     wird     er     aber     durch     seine     Studienkollegen     und Freunde     Wilhelm     Geyer,     Joseph     Kneer     und     Hans     Fähnle beeinflusst. Auch    die    Freundschaft    zu    Eduard    Reinacher,    einem    Dichter, beeinflusst   die   Arbeit   des   jungen   Künstlers.   Er   illustriert   mehrere seiner     Werke,     so     zum     Beispiel     das     Bilderbuch     "Malli     die Gärtnerin"   oder   die   Ballade   "Runolds   Ahnen".   Außerdem   spielt   er mit einer Laienspielgruppe Stücke des Dichters. Auch   der   Dichter   Eduard   Reinacher   gehört   zur   Generation   der Verschollenen.   Noch   1929   erhält   er   den   renommierten   Kleistpreis und    gehört    zu    den    Pionieren    des    Radiohörspiels.    Heute    ist    er leider nur noch wenigen bekannt. Frank   hört   während   seines   Studiums   in   Stuttgart   auch   Vorträge von   Adolf   Hölzel.   Anders   als   viele   seiner   Studienkollegen,   hat   er aber   gegen   den   Theoretiker   Hölzel   viel   einzuwenden,   wogegen   er vom Maler eine hohe Achtung hat. Der    Durchbruch    zur    eigenen    Malerei    gelingt    Franz    Frank    dann auch     außerhalb     der     Stuttgarter     Kunstakademie,     bei     einem längeren   Malaufenthalt   in   einem   Forsthaus   in   Hildrizhausen   im Schönbuch     im     Jahre     1925.     Die     Stuttgarter     Akademie     zeigt innerhalb   der   Jahresausstellung   im   Jahr   1925   noch   8   -   10   Gemälde des    Malers    und    stellt    ihm    hierfür    einen    eigenen    Raum    zur Verfügung.   Zu   diesem   Zeitpunkt   hat   er   aber   die   Akademie   bereits verlassen.     Der     Württembergische     Staat     kauft     eines     seiner Stilleben   an.   Frank   zieht   direkt   nach   dem   Studium   nach   Löbtau bei      Dresden,      da      er      sich      nicht      vorstellen      kann,      in      der schwäbischen Provinz künstlerisch weiter zu kommen.