© Oliver Tursic 2017
“Ein Maler des Expressiven Realismus”

LEBEN

Künstlerische Ausbildung

Von   1921   -   1925   besucht   Franz   Frank   die   Stuttgarter   Kunstakademie.   Er   studiert   bei den    Professoren    Arnold    Waldschmidt    und    Robert    Breyer.    Viel    mehr    als    durch    die Professoren   wird   er   aber   durch   seine   Studienkollegen   und   Freunde   Wilhelm   Geyer, Joseph Kneer und Hans Fähnle beeinflusst. Auch   die   Freundschaft   zu   Eduard   Reinacher,   einem   Dichter,   beeinflusst   die   Arbeit   des jungen   Künstlers.   Er   illustriert   mehrere   seiner   Werke,   so   zum   Beispiel   das   Bilderbuch "Malli   die   Gärtnerin"   oder   die   Ballade   "Runolds   Ahnen".   Außerdem   spielt   er   mit   einer Laienspielgruppe Stücke des Dichters. Auch   der   Dichter   Eduard   Reinacher   gehört   zur   Generation   der   Verschollenen.   Noch 1929    erhält    er    den    renommierten    Kleistpreis    und    gehört    zu    den    Pionieren    des Radiohörspiels. Heute ist er leider nur noch wenigen bekannt. Frank    hört    während    seines    Studiums    in    Stuttgart    auch    Vorträge    von    Adolf    Hölzel. Anders   als   viele   seiner   Studienkollegen,   hat   er   aber   gegen   den   Theoretiker   Hölzel   viel einzuwenden, wogegen er vom Maler eine hohe Achtung hat. Der   Durchbruch   zur   eigenen   Malerei   gelingt   Franz   Frank   dann   auch   außerhalb   der Stuttgarter   Kunstakademie,   bei   einem   längeren   Malaufenthalt   in   einem   Forsthaus   in Hildrizhausen   im   Schönbuch   im   Jahre   1925.   Die   Stuttgarter   Akademie   zeigt   innerhalb der   Jahresausstellung   im   Jahr   1925   noch   8   -   10   Gemälde   des   Malers   und   stellt   ihm hierfür    einen    eigenen    Raum    zur    Verfügung.    Zu    diesem    Zeitpunkt    hat    er    aber    die Akademie   bereits   verlassen.   Der   Württembergische   Staat   kauft   eines   seiner   Stilleben an.   Frank   zieht   direkt   nach   dem   Studium   nach   Löbtau   bei   Dresden,   da   er   sich   nicht vorstellen kann, in der schwäbischen Provinz künstlerisch weiter zu kommen.