© Oliver Tursic 2022
“Ein Maler des Expressiven Realismus”

WERK

Graphikmappen/Kinderbücher

Zusätzlich     zu     den     Einzelblättern     sind     eine     Vielzahl     von Buchillustrationen   und   Mappenwerken   entstanden.   Wichtige Werkgruppen    im    Bereich    der    Graphikfolgen    sind    auch    die Bewältigung     seiner     Kriegserlebnisse     und     die     Griechische Mythologie sowie literarische Themen. 1924    entsteht    die    erste    Graphikfolge    mit    Lithographien    zu Eduard       Reinachers       "Runolds       Ahnen",       danach       folgen Illustrationen    zu    Ernst    Tollers    "Hinkeman".    1928    illustriert Franz   Frank   das   "Kommunistische   Manifest"   und   1929   mit   dem "Bauernzorn"    eine    weitere    Mappe    zu    Arbeiten    von    Eduard Reinacher.   Es   folgt   die   Ballade   "Johann   Hübner",   die   ebenfalls aus der Feder von Eduard Reinacher stammt. 1938   macht   sich   Franz   Frank   an   die   Arbeit   der   "Ilias-Mappe". Die   10   Steinzeichnungen   gehören   mit   der   Mappe   "Träume   und Wirklichkeiten",      die      er      1947      zur      Verarbeitung      seiner Kriegserlebnisse   geschaffen   hat,   zum   Besten,   was   Franz   Frank im   graphischen   Bereich   geschaffen   hat.   Es   folgen   Anfang   der Sechziger    Jahre    die    Mappe    "Mären    und    Träume"    sowie    1964 "Odysseus".      Im      Jahr      1965      schafft      Franz      Frank      sechs Lithographien   zu   Shakespeares   "Hamlet".   Da   den   Mappen   kein Verkaufserfolg      vergönnt      ist,      entstehen      danach      keine druckgraphischen    Mappenwerke    mehr.    Literarische    Werke werden von nun an nur noch in Tusche ausgeführt.  Die   Kinderbücher   bilden   in   Franks   Reihe   der   Druckgraphik   ein ganz   besonderes   liebenswertes   Kapitel.   Es   beginnt   mit   dem 1931      veröffentlichten      "Lumpengesindel",      wird      mit      dem Bilderbuch   "Kater   Jaule"   fortgesetzt   und   endet   1937   mit   dem Buch      "Die      Hofkirchweih".      Dazwischen      entstehen      noch Steinzeichnungen zum Buch "Malli die Gärtnerin". Auch    die    Mappen    und    Bücher    sind    nur    in    geringer    Auflage erschienen.   Obwohl   sie   an   Rang   und   Klasse   den   Vergleich   mit Graphikfolgen     der     bekannten     Künstler,     wie     Kokoschka, Slevogt   usw.   nicht   zu   scheuen   brauchen,   sind   auch   ihnen   zu Lebzeiten des Künstlers kein Verkaufserfolg beschieden. Aber   gerade   die   geringen   Auflagen   von   maximal   50   Abzügen, manche   sind   nur   in   einer   Auflage   von   wenigen   Einzeldrucken entstanden,     machen     die     Druckgraphik     von     Franz     Frank inzwischen           bei           Kunstliebhabern           zu           begehrten Sammlerobjekten.